Sport Club Hassenroth
1973 e.V.

Bericht

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Bitte besuchen Sie diese Seite bald wieder. Vielen Dank für ihr Interesse!Wir von den Alten Herren der SG Hassenroth/Kinzigtal lieben die fröhlichen Momente, genießen das Leben, haben meistens gute Laune und lachen gerne. Zudem lieben wir die Geselligkeit, gutes Essen und alle möglichen Getränke. Wobei ein kluger Mensch einmal gesagt hat: Essen ist ein Bedürfnis des Magens, Trinken hingegen ist ein Bedürfnis der Seele. Unter diesem Motto kommen wir neben unserem Training regelmäßig zu Tageswanderungen zusammen. Jede einzelne Wanderung war bisher immer einzigartig und ein Höhepunkt für sich. Jeder der nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst. So reiht sich auch diese Herbstwanderung nahtlos als eigener Höhepunkt ein. Aber der Reihe nach.
Da Groß-Umstadt als „Odenwälder Weininsel“ bezeichnet wird und quasi vor unserer Haustür liegt, kam die Idee auf, einmal eine Wanderung mit integrierter Planwagenfahrt durch die Weinberge zu organisieren. Unser Kollege Manu wohnt in Klein-Umstadt. Er hat sich daher bereit erklärt, Planung und Reiseleitung zu übernehmen.
Als offizieller Treffpunkt wurde 10. 00 Uhr am Bahnhof in Klein-Umstadt festgelegt. Da es in Hassenroth noch immer keinen Bahnhof gibt, haben einige Teilnehmer beschlossen, gleich mit einer Wanderung zu beginnen und nach Wiebelsbach zum Bahnhof zu laufen. Folgende Fußballgötter nahmen an dieser Vor-Wanderung teil: Alex, Hubert, Jacky, Klaus, Martin und Stefan F. Zusätzlich noch unser Ex-Fußballgott Uli. Da es im Wald nichts zu trinken gibt, hat Stefan eine Runde Schmucker-Bier spendiert, damit für den zu erwartenden Flüssigkeitsverlust vorgesorgt war. Vielen Dank dafür. Kurz nach 8 Uhr setzte sich die Gruppe in Bewegung. Die übliche Pinkelwertung ist leider unvollständig, denn es waren ja nicht alle Teilnehmer bei dieser Vor-Wanderung dabei. Trotzdem seien sie hier genannt: 1. Platz Jacky, 2. Platz Uli und 3. Platz Martin.
Wie immer wurde stramm marschiert und daher traf die Gruppe bereits um 09.20 Uhr am Bahnhof Wiebelsbach ein. Mit dem Zug ging es weiter nach Klein-Umstadt. Horst war inzwischen dazu gestoßen und am Bahnhof in Klein-Umstadt warteten bereits Timo und unser Reiseleiter Manu.
Nachdem es am frühen Morgen noch einen kleinen Schauer gab, schien inzwischen die Sonne von einem strahlend blauen Himmel und begleitete uns den ganzen Tag auf unserer Tour. Scheinbar machen wir vieles richtig, sodass der Wettergott es immer gut mit uns meint.
Manu hatte uns zum Frühstück bei sich zu Hause eingeladen. Das mussten wir uns aber erst verdienen. Daher gingen wir nicht direkt zu seinem Haus, sondern machten eine kleine Wanderung durch die Weinberge. Zur Versorgung mit Energie gab es bei einer kleinen Pause ein erstes Haselnuss-Heilwasser. Um 10.55 Uhr kamen wir am Haus von Manu an und wurden von seiner bezaubernden Frau Nuria empfangen. Dort warteten bereits Nils und Paddy, die beide nicht von Anfang an dabei sein konnten. Somit waren wir komplett.
Wir wurden von Manu und Nuria hervorragend bewirtet. Neben den üblichen Getränken gab es verschiedene Sorten warmen Leberkäse, Brötchen, Gurken und Brezeln. Zum Nachtisch gab es Mini-Dickmanns. Manu war kurz aufgeregt, da er sein Handy nicht finden konnte. Zum Glück hat er eine fürsorgliche Frau, die das Handy in seinem Auto gefunden hat. Da war die Welt für Manu wieder in Ordnung.
Von Jacky kam die Frage, ob es auf dem Planwagen auch ein Klo gibt. Na ja, so ganz ernst war das wohl nicht gemeint. Es gab Bedenken, dass Nils, während er und Paddy auf uns warteten, Nuria ein Ohr abgeschwatzt hat. Er stritt das ab. Im Gegenteil. Er meinte, dass er Paddy im Redefluss bremsen musste. Das hat allerdings niemand so wirklich geglaubt.
Um 11.55 Uhr starteten wir zur Wanderung zur Winzergenossenschaft. Die restlichen Brötchen und Brezeln wurden als Marschverpflegung mitgenommen. Unterwegs gab es, außer den üblichen Pinkelpausen, keine besonderen Vorkommnisse. Pünktlich um 13.00 Uhr kamen wir am Startpunkt der Planwagenfahrt an und wurden vom Kutscher Andreas Petermann begrüßt. Nach einer kleinen Einführungsrede über die Winzergenossenschaft ging es auch schon los. Links und rechts auf dem Wagen waren die Bänke, und in der Mitte der Tisch. Dieser Tisch hat Löcher für Flaschen und Gläser, da die Fahrt sehr wackelig ist und daher sonst alles umfallen würde.
Als erstes Getränk gab es einen halbtrockenen Kernersekt. Die „Weinkenner“ Hubert und Stefan meinten, dass der Sekt die Einstufung halbtrocken nicht verdient hat, sondern eher als lieblich einzustufen wäre. Die beiden lieben eben die staubtrockenen Weine, die bei vielen „nicht Weinkennern“ die Fußnägel nach oben klappen lassen. Aber über Geschmack lässt sich nun einmal nicht streiten. Jedenfalls war der Rest unserer Gruppe mit dem „Stöffchen“ zufrieden.
Besonders schwierig gestaltete sich jedes Mal das Nachschenken während der Fahrt. Denn bei diesem „Gewackel“ war doch eine gehörige Portion Glück nötig, um den Inhalt der Flaschen ins Glas zu bekommen und nicht auf den Tisch. Oder, noch schlimmer, auf die Hosen der Mitfahrer.
Bei der ersten Rast gab es von Andreas weitere Erklärungen zur Geschichte des Umstädter Weinbaues. Dann fiel aus der Gruppe, aus welchen Gründen auch immer, das Wort „Apfelwein“. Das löste bei Andreas einen Schüttelfrost aus. Er sagte: „Wir ernten Trauben, keine Äpfel“.
Beim nächsten Wein handelte es sich um einen „Gewürz Traminer“. Auch dieser Wein zauberte bei den “Lieblichen“ ein Lächeln auf das Gesicht. Die „Trockenen“ hingegen reagierten mit Kopfschütteln und fragten sich, wie man so etwas gut finden kann. Zwischen den beiden Lagern war klar, dass sie sich auch weiterhin unversöhnlich gegenüber stehen würden.
Der nächste Halt war der schönen Aussicht geschuldet, mit Blick auf den Taunus und die Skyline von Frankfurt. Laut einer Information ist Frankfurt von dem Haltepunkt lediglich 32 km Luftlinie entfernt. Zu sehen war noch das Kraftwerk von Großkrotzenburg. Dann ging es weiter und endlich wurde auch über Fußball diskutiert. Das soll hier allerdings nicht weiter vertieft werden.
Die nächste Pause wurde hinter Raibach eingelegt. Dort gab es auch die Möglichkeit zum Pinkeln. Seltsamerweise wurde diese nicht genutzt. Wahrscheinlich weil man Wein doch nicht in den Mengen trinkt, wie Bier. Der nächste Wein hieß „läuft“. Ein halbtrockener mit dem, man höre und staune, alle Teilnehmer zufrieden waren. Der Name war in einer besonderen Weise auf dem Etikett geschrieben, nämlich nicht in einem Wort, sondern „lä“, darunter „uf“ und darunter „t“. Man wollte damit das Etikett etwas moderner gestalten und jüngere Leute ansprechen. Mit dieser Schreibweise kam Stefan überhaupt nicht klar und hatte nur Fragezeichen über dem Kopf. Er fragte daher den Kutscher Andreas: „Was heiß eigentlich „lä“ und „uf“ und „t“?“. Das Gelächter war natürlich groß, als ihm dann die Schreibweise und der Hintergrund klar waren.
Beim nächsten Halt an „Petermanns Ruh“ gab es als Wein einen Rotling. Bei diesem Wein werden rote und weiße Trauben vermischt. Er ist aber nicht zu verwechseln mit Rose‘ oder Weißherbst.
Nach diesem Stopp begann bereits die Schlussetappe. Es gab Rotwein, sowohl lieblichen, als auch trockenen. Andreas sagte noch etwas zum Thema „Flaschen-Verschluss“. Viele Weine hätten heute Schraubverschlüsse. Natürlich hat das mit den Kosten zu tun, aber nicht mit der Qualität. Ein Verschluss aus Naturkork macht nur dann Sinn, wenn der Wein länger gelagert wird. Und das würde in der Regel nur bei Rotweinen zutreffen. Die meisten Weine wären heute für den schnellen Verbrauch bestimmt.
An einem kleinen Rastplatz in den Weinbergen endete die interessante Planwagenfahrt und Andreas verabschiedete sich. Eigentlich hätten wir noch bis zur Winzergenossenschaft mit zurückfahren können. Doch Manu hatte noch eine kleine Wanderung geplant. Zur Stärkung gab es das 2. Haselnuss-Heilwasser. Und Paddy teilte aus seinem Rucksack Süßigkeiten aus, die auch gerne angenommen wurden. Irgendjemand meinte, dass er wahrscheinlich aus Versehen den Rucksack seiner Kinder mitgenommen hat. Manu fragte, ob wir direkt zum Weingut Lohmühle gehen wollen, oder über einen Umweg. Einstimmung wurde der direkte Weg gewählt. Um 16.05 starteten wir zu dieser Etappe. Bereits nach 5 Minuten gab es die 3. Haselnuss-Heilwasser-Pause. Zusätzlich spendierte Timo einen leckeren Pfirsich-Likör.
Ankunft Weingut Lohmühle um 16.40 Uhr. Aufgrund des schönen Wetters war sehr viel los. Es gab aber genügend Sitzmöglichkeiten. Nils sagte: „Jetzt trinke ich ein Bier“. Wir wunderten uns alle, dass es auf einem Weingut Bier gibt. Die Aufklärung erfolgte umgehend: Auf der Getränkekarte stand „Frisch vom Fass“. Damit war natürlich „Federweißer“ gemeint. Das hatte Nils falsch verstanden. Bier gab es definitiv nicht. Da Selbstbedienung angesagt war, holten Paddy und Nils zwei Bembel Federweißer und die dazugehörigen Gläser. Paddy hat bezahlt. Hierfür im Namen der AH-Finanzen vielen Dank.
Es wurde kurz über unseren geplanten Ausflug nach Roding gesprochen. Hierbei meinte einer, dass wir nach Odin fahren. Klingt ähnlich, stimmt aber nicht.
Die letzte Etappe zur Wirtschaft Jägerklause zum Abendessen viel doch einigen Kollegen recht schwer. Die Wein-Tour hatte ihre Spuren hinterlassen. Wenn man an Bier gewöhnt ist, dann wird der Wein oft unterschätzt. Trotzdem kamen wir vollzählig und aufrecht gehend in der Jägerklause an. Auch gab es bei der Bestellung der Getränke und des Essens keine Probleme. Probleme gab es aber mit der Toilette. Stefan stand am Eingang vor der Tür. Dann kam Jacky hinzu. Stefan erklärte, dass die Tür zu ist und da wahrscheinlich einer drinnen ist und von innen zugeschlossen hat. Horst kam noch hinzu, ist aber wieder in die Wirtschaft zurückgegangen, mit der Bitte um Info, sobald das Klo frei ist. Irgendwann war der Druck bei Jacky so groß, dass er an die Tür geklopft und daran gerüttelt hat. Das Ergebnis: Die Tür ging auf, aber kein Mensch war auf der Toilette. Lediglich die Eingangstür hat geklemmt. Da hat wohl Stefan zu zart an die Tür gegriffen. In der ganzen Aufregung hat Jacky vergessen, den Reißverschluss seiner Hose zu schließen. Prompt ging natürlich sofort ein Bild in die Gruppe. Moderne Zeiten eben.
Auf das bestellte Essen mussten wir nicht lange warten. Das war auch gut so, denn wir hatten alle einen riesen Hunger. Das Essen war sehr lecker und alle waren zufrieden.
Nach dem Essen waren unsere Unterhaltungen und Gespräche, wahrscheinlich alkoholbedingt, sehr intensiv und sehr laut. Das hat aber nicht gestört, denn in dem Raum war noch eine Familie mit Kindern. Und diese Kinder sind ständig durch die Wirtschaft gedüst, natürlich mit der entsprechenden Lautstärke. Da sind wir nicht weiter aufgefallen. Im Gegenteil. Der Wirt hat uns gelobt. Er sagte, dass er schon öfters Gruppen von solchen Weinfahrten bewirtet hat, die total besoffen waren. Die hätten sich absolut daneben benommen, kaum noch was bestellt, aber das Klo versaut. Er wollte solche Gruppen eigentlich nicht mehr bewirten, hat aber für uns eine Ausnahme gemacht. Wahrscheinlich hat ihn Manu von uns und unserem Benehmen überzeugt.
Wie fast immer erfolgte die Heimreise individuell und einer nach dem anderen wurde abgeholt. Ein toller Tag ging zu Ende. Und, wie am Anfang schon erwähnt, wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst. Mit Sicherheit war das nicht unsere letzte Wanderung, so dass die Möglichkeit der Teilnahme auch in Zukunft besteht.
Zum Schluss noch ein riesen Dankeschön an Manu für die Organisation und die Planung dieser tollen Tour. Er befasste sich damit schon einige Wochen und hat sicherlich viel Zeit und Nerven investiert. Auch das Frühstück war Weltklasse. Zudem noch kostenlos. Hier natürlich auch ein Dankeschön an seine Frau.
Manu, alle Teilnehmer waren begeistert und sind dir dankbar, dass du uns einen so wunderschönen Tag ermöglicht hast.


Die Wanderer


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